Archiv des Festival des deutschen Films
Cocktails und Diskussionen
Liegestühle am Rheinufer, Cocktails und Diskussionen um den deutschen Film, ein viel gelobtes Wettbewerbsprogramm herausragender deutscher Filme und 10.000 begeisterte Zuschauer. Die erste Ausgabe des neuen FESTIVAL DES DEUTSCHEN FILMS im Juli 2005 auf der Parkinsel von Ludwigshafen war ein überwältigender Erfolg. Nicht nur das Publikum der Region kam und machte sein neues Filmfestival zu einer großen Feier auf den deutschen Autorenfilm. Auch weit mehr professionelle Gäste als jemals geplant kamen auf die Insel im Rhein. Von einem Woodstock des deutschen Films und einer neuen Ersten Adresse für die aktuelle deutsche Kinokunst, war die Rede. Über 150 Artikel und Beiträge sind in rund 80 deutschen Zeitungen, 15 Radio- und drei Fernsehbeiträgen erschienen.
Treffpunkt der Regisseure
Es war, als hätten manche in der Branche buchstäblich gewartet auf ein neues Filmfestival, das die Filmkunst in den Vordergrund stellt. Nicht nur die Regisseure der Wettbewerbsfilme, auch viele Filmproduzenten und zahlreiche Schauspieler nutzten die Gelegenheit zum Gespräch über den deutschen Film. So wurden die eigentlich improvisierten täglichen "Strandgespräche" zu einem lebendigen Treffpunkt des Nachdenkens über die Zukunft des deutschen Films bis hin zu einem Manifest.
Ein Filmpreis für die Kunst
19 Filmwerke liefen im Wettbewerb um den mit 50.000 Euro als Förderpreis dotierten neuen FILMKUNSTPREIS des Festivals. Die Jury mit Nina Hoger, Leslie Malton, Peter Lilienthal, Ralph Schwingel und Peter W. Jansen ebenso sachkundig wie prominent besetzt entschied sich für das wunderbare Werk "Netto" von Robert Thalheim (Buch und Regie) und Matthias Miegel (Produktion).
Eine "Besondere Auszeichnung" verlieh die Jury an Alexandra Sell für ihren großartigen Dokumentarfilm "Durchfahrtsland". Und der Publikumspreis ging ex aequo an "Die Blaue Grenze" von Till Franzen und an "SommerHundeSöhne" von Cyril Tuschi.
Ein neuer Ort für eine neue Welle
Die FAZ schrieb am 8. 7. 05, dass wir "eine Leerstelle in der deutschen Filmlandschaft füllen, die erst im Augenblick ihrer Schließung bemerkbar wird." Wir waren selbst überrascht, wie notwendig dieses neue deutsche Filmfestival offenbar ist, obwohl es doch schon so viele andere gibt im Land. Aber die jetzt gerade entstehende neue deutsche Welle junger Regisseure und Produzenten, die auf ihre Weise zurückwollen zum Prinzip Autorenfilm, hat sich unsere Insel im Rhein - als Insel für die Filmkunst ausgesucht.