Die Jury für den Filmkunstpreis

Nina Hoger, Schauspielerin

Eine Frau mit vielen Talenten: Nina Hoger, gebürtige Hanseatin, ist seit Jahren als erfolgreiche Schauspielerin bekannt. Ihr Kinodebüt feierte sie 1986 in einem Film des ehemaligen Filmkritikers Hans Chr. Blumenberg. Für ihre Rolle in Heidi Genées »Flucht nach vorn» bekam sie 1983 den Bundesfilmpreis verliehen. In den 90er Jahren folgten zahlreiche Fernsehproduktionen, wie Michael Verhoevens »Enthüllung einer Ehe». Sie spielte die Claire in »Leo und Claire» von Josef Vilsmeier. Inzwischen hat sie auch angefangen, Drehbücher zu schreiben.

Peter W. Jansen, Filmkritiker

Der Nestor der deutschen Filmkritik war Kulturchef des SWR-Radios, gab die legendäre Filmbuchserie »Die blaue Reihe» heraus, stellte in ZDF-Aspekte seine Filmtipps vor, realisierte außerdem zahlreiche Fernseh- und Rundfunksendungen zu den Autoren des deutschen und internationalen Kinos. Er beobachtet die Festival- und Filmlandschaft schon seit den 60er Jahren. Zuletzt veröffentlichte er »Jansens Kino» (Bertz-Verlag) eine Sammlung von 50 Hör-CDs, in der er seine 100 Lieblingsfilme in aufregenden Radio-Essays vorstellt.

Leslie Malton, Schauspielerin

Leslie Malton wurde in Washington geboren und wuchs in den USA, Berlin und Wien auf. Auf ihre Schauspielkarriere hat sie sich in verschiedenen Schauspielschulen genauso gründlich vorbereitet, wie sie es heute für ihre Rollen tut. Sie arbeitete für viele namhafte TV- und Spielfilmregisseure. Für den Fernseh-Vierteiler »Der große Bellheim» recherchierte sie an der Frankfurter Börse. Die Darstellung der Börsenmaklerin wurde zu einem Meilenstein ihrer Popularität und bescherte ihr die bedeutendsten deutschen Fernsehpreise. Ihre Wurzeln liegen jedoch im Theater, denn sie liebt den direkten Kontakt mit dem Publikum.

Peter Lilienthal, Filmregisseur

1969/70 inszenierte er mit »Malatesta» seinen ersten Kinofilm, für den er Filmbänder in Gold (Regie, Produktion) erhielt. Anhand des Schicksals des italienischen Anarchisten Enrico Malatesta(Eddie Constantine) im Londoner Exil 1910 behandelt der Film die Frage der Gewalt als politischem Mittel. Danach wendet sich Lilienthal einem Thema zu, mit dem er sich wiederholt auseinandersetzt: dem politischen Geschehen in Lateinamerika. Zum Beispiel »Es herrscht Ruhe im Land» (1975), der die Folgen des Militärputschs in Chile reflektiert oder »Der Radfahrer von San Christobal» (1988). Für »David» (1978/79), der Geschichte eines jüdischen Jungen in Berlin 1933–43 erhielt Lilienthal den Goldenen Bär in Berlin.

Ralph Schwingel, Produzent

1984 begann der studierte Psychologe Filme als Autor und Regisseur zu realisieren, seit 1987 auch als Produzent. Gemeinsam mit Stefan Schubert und dem Regisseur Lars Becker gründete er 1989 die Wüste Filmproduktion Hamburg. Zu den ersten Erfolgen der Firma zählen unter anderem die beiden Lars Becker-Filme »Schattenboxer» und »Bunte Hunde». Zu seinen größten Entdeckungen zählt der Filmemacher Fatih Akin. Von den ersten Kurzfilmen bis zum Berlinale-Sieger »Gegen die Wand» produzierte Wüste-Film sechs Filme des Regisseurs.
Mit der timebandits films GmbH gründeten Schwingel und Schubert im Jahr 2003 schließlich einen eigenen Filmverleih.
 
 

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