
Filmszene aus "Die österreichische Methode"
Die Österreichische Methode, von Florian Mischa Böder, Peter Bösenberg, Gerrit Lucas, Alexander Tavakoli & Erica von Moeller
Selbstmord ist nicht einfach und geht oft schief. Am sichersten und schmerzfreisten gilt die sogenannte österreichische Methode. Man betrinkt sich und schläft im Schnee ein. Das geht natürlich nicht nur in Österreich, sondern auch in einer der modernen Skihallen, die im Ruhrgebiet wie Pilze aus dem Boden schießen. Nun ist es zwar so, dass in jeder der fünf Episoden, die in diesem Gemeinschaftsfilm von fünf ehemaligen Schülern der Kölner Hochschule für Medien miteinander verwoben werden, Selbstmord oder wenigstens Selbstmordgedanken eine Rolle spielen. Der Film ist aber alles andere als eine Anleitung zu grausamen Plänen, seinem Leben ein Ende zu setzen. Vielmehr suchen die Helden der einzelnen Episoden nach ihren Abgründen und nach Auswegen aus der Kälte des Lebens, das sie führen.
Fünf Frauen. Fünf Motive. Eine Stadt. 24 Stunden. Clara hat einen Gehirntumor und weiss, dass sie daran sterben wird. Julia ist erschüttert von der Ausweglosigkeit des Daseins. Eva ist verzweifelt, weil ihre Liebe zu Ende gegangen ist. Maleen ist zutiefst unzufrieden mit ihrer Beziehung. Mona kann nicht mal raus aus ihrem Liebesgefängnis. Am Ende kommt übrigens das meiste anders als erwartet, und auch die österreichische Methode erweist sich zum Glück als nicht so sicher wie erwartet. Ein angenehm unprätentiöser Film, ein Mosaik aus Storys und Schicksalen, die sich zu einem interessanten und keineswegs schmeichelhaften Portrait der heutigen deutschen Gesellschaft zusammenfügen.
| Festivalkino 2 |
| Donnerstag, 14.Juni |
| 20:00 Uhr |
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| Samstag, 16.Juni |
| 20:00 Uhr |
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| Sonntag, 17.Juni |
| 17:00 Uhr |