
Filmszene aus "Guten Morgen, Herr Grothe"
Guten Morgen, Herr Grothe, von Lars Kraume
Keiner weiß doch wirklich, was an unseren Schulen los ist. Schreckliche Schüler wollen nichts lernen. Und ihre Lehrer wollen gar nicht Lehrer sein. Nicht so Herr Grothe, den Regisseur Lars Kraume in seinem neuen Film (2005 war er schon bei uns mit "Keine Lieder über Liebe" mit Jürgen Vogel und Heike Makatsch) zum Helden macht. Grothe ist ein Mann, mit dem pädagogischen Ethnos am rechten Fleck, weswegen ihn der schwierige Schüler Nico zur Höchstleistung herausfordert. Der Lehrer will wissen, was mit diesem verschlossenen jungen Mann mit dem schwierigen lieblosen Familienumfeld eigentlich los ist und will ihn "knacken". Dabei vergisst er fast, dass es noch mehr Schüler in seiner Klasse gibt. Die Flure der Großschule sehen aus wie bei Gus van Sant in "Elephant", der den Schulschießereien in Michigan auf die Spur kommen wollte und Herr Grothe könnte einer sein wie Robin Williams in "Der Club der toten Dichter", einer, der seinen Schülern den Bildungskanon als Verschwörerwissen beibringen will.
Bei einem Schulausflug geben die Schüler ihrem Herrn Grothe so manches zurück und er muss lernen, Haus zu halten mit seinen Kräften und seinen Emotionen, sich nicht ganz zu verschwenden am schwierigen Schüler. Irgendwie ist "Herr Grothe" wie Kästners "Das fliegende Klassenzimmer", nur für Erwachsene, als Film eben, der in unsere Zeit passt - mit einem gemischten Ensemble aus Laien und Profischauspielern, sehr nah am Leben. Vor einem Monat war Kraumes Film schon im Fernsehen zu sehen. Wir wollten ihn Ihnen trotzdem nicht vorenthalten. Sie können ihn aber bei uns endlich auf der großen Kinoleinwand sehen.
| Festivalkino 1 |
| Mittwoch, 13.Juni |
| 17:00 Uhr |
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| Festivalkino 2 |
| Freitag, 15.Juni |
| 20:00 Uhr |
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| Samstag, 16.Juni |
| 22:00 Uhr |