Filmtalk

Filmszene aus "Prinzessinnenbad"
Prinzessinenbad, von Bettina Bluemner
Sie sind 15 und wissen schon total Bescheid. Nur wohin ihre Lebensreise gehen soll, das wissen sie natürlich noch nicht. Klara, Mina und Tanutscha aus Kreuzberg kennen sich schon aus dem Kindergarten. Sie haben sich gestritten und wieder vertragen. Wenn sie über Jungs reden, dann werden sie frech. Die können ihnen nämlich kaum das Wasser reichen. "Die brauchen noch ein bisschen", sagt Mina. Ihr Freund will mitten in den Dreharbeiten ein Jahr nach Basilien. Dann ist er schnell wieder zurück. Und will nur noch mit ihr verreisen. Die liebe Not haben die Mädels, die die Regisseurin Bettina Blümner in ihrem Dokumentarfilm so eindrücklich portraitiert, aber mit ihren Eltern, um die sie sich manchmal sorgen müssen, als seien die die Kinder. Was tun? Schule schmeißen? Eltern therapieren? Die Liebe kennen lernen?
Das alles passiert im "Prinzenbad" in Berlin-Kreuzberg, das natürlich schnell umgetauft werden muss in "Prinzenssinenbad". Tanutscha will frei leben. Erst mit 30 Kinder haben. Mina ist froh, dass ihr Papa endlich wieder 'ne Freundin hat. Klara nimmt sich vor, mit Jungs nie mehr "auf die Fresse zu fliegen" Wie die Regisseurin es geschafft hat, so ein Vertrauen zu ihren Protagonisten aufzubauen, wird wohl ein Geheimnis bleiben, jedenfalls bis zu unserem Filmgespräch. So dokumentarisch frisch und verwegen detailreich ist jedenfalls lange kein Film mehr ins deutsche Kino gestürmt. Er ersetzt einige Besuche im Schwimmbad. Liebe jungs jeden Alters: Eure am besten gehüteten Geheimnisse sind enttarnt. Endgültig.
| Festivalkino 2 |
| Montag, 11.Juni |
| 18:00 Uhr |
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| Dienstag, 12.Juni |
| 22:00 Uhr |
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| Festivalkino 1 |
| Donnerstag, 14.Juni |
| 17:00 Uhr |