Filmszene aus "Schwarze Schafe"

Schwarze Schafe, von Oliver Rihs

Berlin, unsere schöne neue Haupstadt im brandenburgischen Sumpfgebiet, wird wohl nie so richtig zu Ende gebaut werden. „Pleite aber sexy“, so findet der Berliner Bürgermeister seine Stadt. Und wie findet sie Regisseur Oliver Rihs? Ganz schön „trashig“, und er hat dafür ganz schön viel Star Power aufgeboten. Sechs Bezirke. Sechs Geschichten. Edelhotelsex mit Hochstapler. Bootsrundfahrt mit unerwarteter Pointe. Zwei junge Männer gründen eine Agentur für Arbeit ohne Geld. (Es sind Robert Stadlober und Tom Schilling, wie dieser Film übrigens mit Gastauftritten der halben jungen deutschen Schauspielerszene gespickt ist). Auch die Türkengang aus Detlev Bucks Film „Knallhart“ aus Neukölln mit Oktan Özdemir ließ sich ihren Auftritt im Film nicht nehmen. Pubertierende Jungs mit großen Sprüchen, die einmal in den berüchtigten Kitkat-Club wollen, wo sie nun wirklich fehl am Platze sind.
Ein Bündel schneller Geschichten in schwarz-weiß. Tragikomische Minidramen aus Berlin, das nicht so cool ist wie London, nicht so nicht so hip wie New York und nicht so eitel und arrogant wie Paris. Eine Stadt auf der Suche nach ihrem Platz im Konzert der Weltstädte. Aber wird sie je eine werden oder eher der sympathische Unort bleiben, an dem die Taxifahrer ortsunkundige Philosophen sind, keiner Geld hat und doch alle sich nach der Partynacht zum ausführlichlichen Katerfrühstück treffen. Eine Stadt voller "schwarzer Schafe" eben – einige davon können Sie in diesem vergnüglich-schnoddrigen Film kennen lernen.
Festivalkino 1
Mittwoch, 06.Juni
00:00 Uhr


Samstg, 09.Juni
17:00 Uhr





Festivalkino 2
Freitag, 08.Juni
20:00 Uhr
 
 

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