
Filmszene aus "Ferien"
Ferien, von Thomas Arslan
Sommer in der Uckermark an der Grenze zu Polen. Stille Ferientage sind angesagt. Immer mehr Gäste der weitverzweigten Familie von Robert und Anna sagen sich an. Man kann baden im nahen See und auf Gartenstühlen unter Bäumen die Natur zum Wohnzimmer machen. Rotwein und Braten im Grünen. Vertraute Gespräche. Endlich Ruhe. Eine schöne Zeit lockt. Die Kinder spielen auf der Wiese. Die Bänke laden zum Gespräch ein. Runter kommen Ankommen Entspannen. Ferien eben. Ein schöner Plan, der gemeinhin ganz schön schief geht. Die zehn Sommergäste aus vier Generationen haben natürlich ihre Probleme im Huckepack. Vor allem an dem jungen Paar Paul und Laura nagt der Zahn des Zweifels. Zum Glück haben die Handys nicht immer Empfang. Weitere Verwirrung bringt die Schwester ins Spiel. Frustrierte Ehemänner sind schließlich leichte Beute.
Im Reigen der Beziehungen am schönen Ort brechen die eifrig gehüteten Familienlügen immer wieder auf. Dagegen bewahrt die Natur - in den wunderschönen Tableaus des Bildgestalters Michael Wieswegs konsequent das Geheimnis der Idylle. Rauschende Baumwipfel, hoch stehendes Gras. Ein bisschen Laub ist schon am Boden. Und dann doch nicht die Verklärung des Sonntags auf dem Lande. Die Idylle ist aber vergiftet. Die Grundfarbe des Films ist nämlich ein giftige Grün und bereitet die Wahrnehmung der Zuschauer vor auf die mysteriösen Thriller zwischen den Bildern: Auf Szenen einer Ehe mit einsamen Spaziergängen, in denen das Handy eine schöne neue Zukunft einläuten soll. Ein ganz besonders spannender Familienfilm mit einer Darstellerriege der Extraklasse.
| Festivalkino 1 |
| Donnerstag, 07.Juni |
| 21:00 Uhr |
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| Samstag, 09.Juni |
| 19:00 Uhr |
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| Festivalkino 2 |
| Sonntag, 10.Juni |
| 18:00 Uhr |