Filmtalk

Filmszene aus "Für den unbekannten Hund"

Für den unbekannten Hund, von Ben und Dominik Reding

Oft fragt man sich ja doch, welch ein Leben die reisenden Handwerksgesellen auf der Walz führen, die einen manchmal mit frechem Vers im Stammlokal ansprechen. Vielleicht ist es ja ein Leben in Armut aber mit stetem Feuerwerk und magischen Momenten, dem das bürgerliche Leben nicht das Wasser reichen kann. Die Brüder Benjamin und Dominik Reding haben die Geschichte ihres zweiten Films in diesem Milieu angesiedelt. Mit ihrem Skinheaddrama „Oi!Warning“ hatten sie 1999 auch auf dem „Internationalen Filmfestival Mannheim-Heidelberg“ Furore gemacht. Jetzt sind sie zurück mit dieser wilden verwegenen Jagd durchs Handwerksmilieu. Betonbauer-Geselle Bastian wird in einen Mord verwickelt und sucht nach hastiger Flucht Unterschlupf in einer Gruppe reisender Gesellen.
Bald befindet er sich auf einer Reise, die ihn in die tiefsten Tiefen des Kaninchenbaus seines Unterbewusstseins führen wird. Immer - im Wortsinn - „ver-rückter“ wird die Wirklichkeit. Der verdrängte Mord schafft es wieder an die Oberfläche. Seine entrückten Bildwelten und sein virtuoses Spiel mit Symbolen und Situationen machen diesen Film immer wieder zu einem spannenden surrealen Traumgebilde. Vier Jahre Arbeit an seinem neuartigen Bildkonzept stecken in diesem Film. Für eine der Rollen konnte der bekannte Rapper Ferris MC gewonnen werden und die ersten anderthalb Minuten des Films waren schon auf dem Kurzfilmportal „YouTube“ ein Insidertipp. Oft fragt man sich ja doch, welches geheime Leben die Bilder zwischen den Filmen führen. Hier können Sie es sehen. Sie sind wie die Handwerksburschen auf der „Walz“.
Festivalkino 1
Mittwoch, 13.Juni
21:00 Uhr


Freitag, 15.Juni
19:00 Uhr


Samstag, 16.Juni
17:00 Uhr


Sonntag, 17.Juni
13:00 Uhr
 
 

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