
Filmszene aus "Ich bin die Andere"
Ich bin die Andere, Margarethe von Trotta
Mysteriös wechselt die Anwältin Winter ihre Identitäten und schlüpft in ein rotes Kleid. Ingenieur Fabri rettet sie vor einem Hausverweis aus einem schicken Hotel mit dem Verdacht, sie sei eine Prostituierte. Dann erst entdeckt er ihr Doppelleben als Erbin eines großen Vermögens am rheinischen Weinberg sowie ihre schizophrenen Auftritte als "öffentliche Frau" im Dorfgasthof und anderswo. Den Ingenieur fasziniert dieser Identitätswechsel so sehr, dass er seine patente Verlobte bald alleine lässt und sich in die schreckliche Gesellschaft der rheinischen Mafia begibt. Armin Müller-Stahl führt als Vater im Rollstuhl Regie in diesem sado-masochistisch besetzten Leben. August Diehl ist großartig als der rettungslos einer bedingungslosen Liebe verfallener Charakter.
Großartig ist dieser Film der wichtigsten Filmautorin des deutschen Films, der nur kurz und verkannt im Kino zu sehen war und den wir deswegen noch einmal zur Entdeckung vorschlagen wollen. Der Film wurde zum letzten Vermächtnis des Filmautors Peter Märtesheimer, der neben vielen anderen wichtigen Filmen auch Rainer Werner Fassbinders "Die Ehe der Maria Braun" geschrieben hat. "Ich bin die Andere" ist beinahe so etwas wie eine kongeniale Fortsetzung von Fassbinders Film irgendwo zwischen den Filmexperimenten von David Lynch und den Publikumshits mit doppeltem Boden von Alfred Hitchcock. Denn am rheinischen Weinberg ist alles möglich: das Tragische, das Komische und eine wunderbare Wiederbegegnung mit Karin Dor.
| Festivalkino 1 |
| Freitag, 08.Juni |
| 19:00 Uhr | (Sonderveranstaltung) |
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| Sonntag, 10.Juni |
| 19:00 Uhr |
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| Festivalkino 2 |
| Donnerstag, 14.Juni |
| 18:00 Uhr |
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