Filmszene aus "Jagdhunde"

Jagdhunde, von Ann-Kristin Reyels

Jede Liebe öffnet eine neue Welt. Das erfährt Lars erst, als er eigentlich schon wegfahren will. Auf dem Provinzbahnhof, von dem er nach Berlin zu seiner Mutter fahren soll, wo er sich doch bei seinem Vater Henrik auf dem Bauernhof in der Uckermark schon nicht wohl gefühlt hat. Der Vater will aus einer schlichten Scheune ein schickes Hochzeitshotel machen. Er hat urplötzlich auch eine neue nervige Freundin, die den halbwüchsigen Lars lieber heute als morgen einfach so vereinnahmen möchte. Alles befindet sich ein bisschen in der Sackgasse.
Und dann begegnet Lars seiner Marie. Die ist taubstumm und mit einem fast so ratlosen Vater geschlagen, wie er selbst. Dessen Imbissbude funktioniert so mit Ach und Krach und der beste Kunde seiner Schnapsvorräte ist er sowieso selbst. Dann taucht auch noch Lars' Mutter aus Berlin mit einem Liebhaber auf. Der kann wenigstens Franz Schuberts "Winterreise" singen - aber das Kaninchen schmeckt nicht, weil es gar nicht "abgehangen" war. Es ist Weihnachten und wie alle Jahre wieder überstürzen sich die Familienereignisse. Die Erwachsenen weichen nicht aus ihren eingefahrenen Kampfzonen. Dafür ist selbst jede Minute auf der Kinderschaukel mit Marie ein schöner Traum. Da kann es noch so ein verschneites Gelände sein. "Verstehen" hat doch gar nichts mit "Sprechen" zu tun, lernt Lars sehr schnell. Jede Liebe öffnen eine neue Welt. Auch jede Liebe zu einem neuen Film.
Festivalkino 2
Samstag, 09.Juni
18:00 Uhr










Festivalkino 1
Donnerstag, 14.Juni
21:00 Uhr


Samstag, 16.Juni
21:00 Uhr
 
 

Zum Seitenanfang

|
|