Ulzhan - Das vergessene Licht
Regie: Volker Schlöndorff

Filmszene aus "Ulzhan"
Die Weite Kasachstans. Endlos bis zum Horizont. Hier strandet der Franzose Charles, der nach einer Familientragödie weg will von seinem einstigen Leben und rigoros einen Schlussstrich ziehen will. Sein Ziel ist der heilige Berg Khan Tengri, wo sich einst die Schamanen in Ruhe zum Sterben zurückgezogen haben. Der Fremde durchquert ein Land im Umbruch per Flugzeug, Auto und zu Fuß, bringt Tausende von Kilometern hinter sich. Dabei begegnet er auch eines Tages einer geheimnisvollen Gestalt, einem Schamanen namens Shakuni, der mit seltenen Worten handelt. Zufällig landet Charles in einem Dorf, wo er auf die junge Nomadin Ulzhan trifft, von der er ein Pferd kauft, um seinen Weg fortzusetzen.
Gegen seinen Willen heftet sich die junge Frau an seine Fersen, folgt dem vom Schicksal gezeichneten Mann durch karge Steppe, nuklear verseuchtes Atomtestgebiet, endlose Ölfelder, in denen Bohrtürme wie Menetekel gen Himmel ragen, bis zum Heiligen Berg an der Grenze zu China. Im Gebirge angekommen, bittet Charles seine Begleiterin ein letztes Mal darum, ihn endgültig allein zu lassen. Bevor Ulzhan ohne einen Blick zurück ins Tal reitet, bindet sie vorher noch sein Pferd an einen Felsen, in der Hoffnung, dass Charles wiederkommen wird.
Unverkennbar ein Film des deutschen Meisterreggisseurs Volker Schlöndorff, aber auch ein Film, in dem er seinem Werk eine ganz neue magisch-poetische Facette hinzufügt. Ulzhan spürt, dass mit diesem Mann etwas nicht stimmt. Sie beschließt, ihn vor sich selbst zu retten. Das Drehbuch dieses Films schrieb Louis Bunuels Autor Jean-Claude Carriere. Denkwürdig ist auch das Wiedersehen mit David Bennent, den Schlöndorff 1979 als Oskar in "Die Blechtrommel" zum Weltstar gemacht hatte.
Vorführzeiten
| Parkinsel Ludwigshafen |
| Datum | Uhrzeit | Kino |
| 08.06.2008 | 16.00 | Festivalkino 1 |
| 13.06.2008 | 20.00 | Festivalkino 1 |
| 14.06.2008 | 22.00 | Festivalkino 1 |
| 15.06.2008 | 16.00 | Festivalkino 1 |