Ein spätes Mädchen

Regie: Hendrik Handloegten

Filmszene aus "Ein spätes Mädchen"
Wieso gelingt es manchen Menschen nicht, sich in das, was wir ein "normales Leben" nennen, einzufädeln. Als seltsame Sonderlinge leben sie dennoch mitten unter uns und machen sich einen eigenen Reim auf die Dinge – bis sie einmal aus der Bahn geworfen werden und dann gründlich anecken. Henriette zum Beispiel lebt alleine in einer luxuriösen Altbauwohnung in Wiesbaden, die sie von ihren Eltern geerbt hat. Ihr Alltag ist ähnlich still und geordnet wie die großen Räume um sie herum. Regelmäßig schreibt sie Briefe an einen Komponisten, den sie verehrt, aber den sie noch nie persönlich getroffen hat. Ihre Abende verbringt sie im Kreis von Freunden, die eigentlich die Freunde ihrer Eltern sind. Eine zufällige Begegnung reißt Henriette aus ihrem ruhigen Leben. Henriette öffnet dem anscheinend stummen Felix ihr Herz und lädt ihn zu sich nach Hause ein. Die Lebenswelten von Henriette und von Felix beginnen sich zu vermischen. Späte Liebe oder vorgetäuschte Leidenschaft. Als Felix in sein eigenes Leben zurückkehren will, folgt Henriette ihm ins Frankfurter Bahnhofsviertel. Dort wohnt Felix mit seiner Freundin Minou. Weit davon entfernt, stumm zu sein, ist er ein unzuverlässiger Streuner, der in den Tag hineinlebt. Keiner kann sich so recht auf Felix verlassen. Doch das späte Mädchen Henriette übt auf Felix eine magische Anziehungskraft aus. Er besucht sie noch einmal in ihrer Wohnung in Wiesbaden. Dieses Mal lässt Henriette ihn aber nicht wieder gehen: Sie schließt das Zimmer ab, in dem Felix schläft, und macht sich auf den Weg nach Frankfurt. In ihrer Tasche - ein Messer. Die einzigartige Fritzi Haberlandt als "spätes Mädchen" ist kühl und leidenschaftlich zugleich, der neue Jungstar des deutschen Kinos Matthias Schweighöfer war als gespaltener Charakter noch nie so gut.

Vorführzeiten

Parkinsel Ludwigshafen
Datum Uhrzeit Kino
05.06.2008 19.00 Festivalkino 2
07.06.2008 23.00 Festivalkino 2
10.06.2008 23.00 Festivalkino 2

Information zum Film

Genre: Spielfilm
Buch: Hendrik Handloegten
Länge: 88 Min.
Darsteller: Fritzi Haberlandt, Matthias Schweighöfer, Justus von Dohnányi, Ingrid van Bergen, Stipe Erceg
Kamera: Armin Alker
Schnitt: Stefan Blau
Musik: Bertram Denzel
Produktion: Hessischer Rundfunk
 
 

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