Ossi's Eleven

Regie: Oliver Mielke

Filmszene aus "Ossi's Eleven"
Oceans's Eleven und diverse Fortsetzungen. Das waren Spaßfilme von George Clooney und Co aus Hollywood. Jedes Mal ging's um einen großen Coup. Warum so etwas nicht mal im tristen Osten ansiedeln? Dachte sich Oliver Mielke, Produzent der Bullyparade, und er dachte auch an britische Sozialkomödien wie "The Full Monty" um Arbeitslose als Stripper und den Erotikkalender mit älteren Damen in "Kalender Girls". So einfach nur lustig ist dieser Film um einen kuriosen Raubzug von Harz IV-Empfängern und anderen Hoffnungslosen daher nicht. Aber lachen werden sie schon häufig genug, eigentlich dauernd. Schon der geplante Coup ist kurios und originell. Restliche DMARK Münzen sollen geklaut werden. Das ostdeutsche Allstarteam besteht aus lauter verkrachten Existenzen aus der Plattenbausiedlung. Doch wo das Hollywoodvorbild mit Effekten klotzt, setzt der deutsche Kleinfilm eher auf die Figuren, die er liebevoll und unterhaltsam portraitiert.
Die Kräfte aller müssen zusammenwirken, damit am Ende etwas herauskommt. Der Stasimann aus der Nachbarschaft mit grauem Arbeitskittel taugt doch immer noch zu präziser Werksspionage. Der Imbissbudenbesitzer dient als Kraftzentrum des Films und findet sogar die große Liebe. Der ganze Coup wird mit der Zeit unwichtig. So humorvoll märchenhaft und komödiantisch positiv sind aber Landflucht, Arbeitslosigkeit, soziale Isolation und Osttristesse noch nie in Szene gesetzt worden. Allerlei menschliche Kontakte kommen in Gang. Niemand wird ernstlich verletzt. Da möchte man sich bei Gangsterboss Ossi doch gleich für den nächsten Coup bewerben. So schnell werden Märchen aber nicht wahr, weswegen das lustige Sozialmelodram es in Deutschland vorerst weiterhin schwer haben wird. Vielleicht sollte Ossi´s Twelve zur Abwechslung im Westen spielen.

Vorführzeiten

Parkinsel Ludwigshafen
Datum Uhrzeit Kino
11.06.2008 18.00 Festivalkino 1
13.06.2008 24.00 Festivalkino 1
14.06.2008 16.00 Festivalkino 1

Information zum Film

Genre: Spielfilm
Buch: Philip Kaetner
Länge: 93 Min.
Darsteller: Tim Wilde, Stefan Jürgens, Andreas Giebel, Manfred Möck, Helmfried von Lüttichau, Götz Otto, Jule Ronstedt
Kamera: Thomas Wittmann
Schnitt: Günter Kurth
Produktion: Entertainment Factory Film- und Fernsehproduktion GmbH

Trailer

 
 

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