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Fanny och Alexander - Fanny und Alexander

Szene aus "Fanny och Alexander"
Eine episch ausgebreitete Szenenfolge aus dem Leben der großbürgerlichen Theaterfamilie Ekdahl um die Jahrhundertwende in Schweden. Im Mittelpunkt stehen die beiden Kinder Fanny und Alexander, die, als der Vater stirbt, unter der gefühlskalten Strenge ihres Stiefvaters Bischof Vergerus leiden (auch Bergman wuchs auf als Sohn eines strengen Pastors), bis sie durch die wunderbare Hilfe des alten Juden Isaak befreit werden. Bergmans Abrechnung mit dem Vergangenen, seine Erinnerung an glückliche und angstvolle Momente der Kindheit ist nicht weniger bitter und scharfsichtig als in früheren Werken, hat hier jedoch die Form eines prächtigen, sinnlichen und detailverliebten Schauspiels, das nicht zufällig im Theatermilieu angesiedelt ist. Viele Motive und Stile sind miteinander zu einem filmischen Fresko verwoben: Verweise auf Strindberg und Shakespeare, satirische Ansätze wie in Fellinis "Amarcord", eine an Buñuel erinnernde Logik des Traums und der Fantasie - und immer wieder Bergmans alte Leidenschaft für metaphysische und religiöse Sinnfragen. Das sinnenfrohe, sündige katholische Milieu wird schroff dem protestantisch-prinzipenstrengen entgegengesetzt. Das Leben als immer währendes Fest oder als Pflichterfüllung und Angsttrauma. Das milde Leuchten der Kindheit sinkt nie in sentimentale Nostalgie ab. Auch die Faszination für die Illusionsmaschine Film wird angedeutet, auch dies ein autobiografisches Detail aus Bergmans Leben. Schließlich gibt es keine echte Trennung zwischen Traum und Erfahrung in diesem Film. Bergman: "Die Träume sind wirklicher als die Realität, die Wirklichkeit gibt es vielleicht nur als Sehnsucht." "Fanny und Alexander" ist das Magnum Opus, das die Summe aus Bergmans Leben und Werk zieht.

Spielplan "Fanny und Alexander"

Mannheim
DatumUhrzeitKino
12. Oktober 14.30Zeltpalast 1
14. Oktober12.00Zeltpalast 2

Heidelberg
DatumUhrzeitKino
19. Oktober 15.00Kinozelt Karlsplatz
21. Oktober18.00Schloss-Kino
 
 

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